Iki gewinnt den Dodo-Trail auf Mauritius

Foto: Achim Kempinski
 
Foto: Achim Kempinski

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Ein Tag mit vielen Hindernissen und dem Sieg

Heute war endlich der Tag aller Tage. Ich durfte bei meinem ersten Trail-Run, dem Dodo-Trail starten. Doch nicht nur die Strecke beinhaltete einige Hindernisse, sondern schon morgens stand ich vor meinen ersten Herausforderungen…

Hindernis 1: die Startnummer

Punkt 5.30 klingelte der Wecker. Mensch  darf man hier eigentlich nie ausschlafen???  Schnell schnappte ich mir meine Sachen und schon ging es los. Der Shuttle holte uns pünktlich ab. Nachdem wir die nächste Gruppe im 2. Hotel abgeholt hatten, kam mir die glorreiche Idee, meine Startnummer zu befestigen. Doch leider musste ich feststellen, dass  diese wohl leider im Hotel geblieben war. Doch kein Problem, unser Shuttle-Fahrer machte eine kurze Vollbremsung und fuhr mich zurück zum Hotel. In den letzten 25 Jahren war mir so etwas ja wirklich noch nie passiert… Wahrscheinlich war‘s die Aufregung…

Hindernis 2: der Rucksack

Leider hatte mir Knut nicht verraten, dass wir einen Laufrucksack auf der Strecke brauchen würden. So stand ich gefühlt als einzige ohne Streckenversorgung am Start. Zu Beginn machte ich mir hierüber keine Gedanken. 25Kilometer? Da wird wohl das Wasser an der Strecke reichen… Doch war wohl nichts. Nur 3x gab es Wasser, wir hatten knapp 30 Grad und ich war länger als 3 Stunden unterwegs. Was hätte ich unterwegs alles gegeben für einen Trinkrucksack?  Beim letzten Abstieg, 3km vor dem Ziel hatte ich dann so ein Durst, dass ich anfing die Leute unterwegs zu fragen, ob sie nicht noch ein Schlückchen übrig hatten. Und tatsächlich rettete mich eine nette Frau vom 10km Lauf und schenkte mir eine halbe Flasche. Es war das köstlichste Wasser was ich je getrunken hatte.

Hindernis 3: steile Berge

Wie schon gesagt, knappe 25km  und 1500 Höhenmeter warteten heute auf mich beim Dodo Trail. Manche Passagen waren so steil, dass man diese Hochklettern musste. Und zwar nicht ein paar Meter hochklettern,  sondern mehrere Kilometer… Gut, dass ich im „Next-Level-Training“ auch meine Arme gut trainiert habe. Oben angekommen, freute ich mich schon aufs Bergrunter laufen.  Aber auch das stellte sich als schwieriger heraus, als gedacht. Zum Teil ging es so steil wieder runter, dass man sich an Seilen abseilen musste.

Trotz Hindernissen als Gewinnerin ins Ziel

Trotz einiger Hindernisse, gewann ich den Dodo-Trail  und lies einige Trail-Running Spezialistinnen hinter mir. Nach 3 Stunden und 20 Minuten kam ich mit einem Vorsprung von knapp 18 Minuten ins Ziel und lies der Konkurrenz keine Chance.  In der Gesamtwertung (Männer und Frauen) kam ich auf Platz 11.

Auch wenn es mit das anstrengendste Rennen gewesen war, welches ich je gemacht habe, war es doch auch eine unglaubliche Erfahrung und eine wunderschöne Landschaft, die ich heute sehen durfte. Die Aussichten am Berg waren zum Teil atemberaubend. Und hätte ich etwas länger Zeit gehabt, dann wäre ich dort oben bestimmt stehen geblieben, hätte mein Vesperbrot ausgepackt und einfach nur genossen, dass es so etwas Schönes gibt. Ich bin froh, dass Brooks mir diesen tollen Trip ermöglicht hat.

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